Dienstrecht NEU

Info-Veranstaltung

Durch die Beschlüsse im Parlament ist das neue Dienstrecht ab dem Schuljahr 2014/2015 in Kraft. Verbesserungen für die Sekundarstufe 2 wurden eingearbeitet. Weitere notwendige Änderungen müssen in den nächsten Jahren erfolgen. Die neue Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Am 27. Dezember wurde das Gesetz durch ein Bundesgestzblatt veröffentlicht. Im Bundesrat wurde am 19. Dezember das verbesserte neue Lehrer/innen-Dienstrecht angenommen. Bereits am 17. Dezember hat der Nationalrat das abgeänderte und für den BMHS-Bereich verbesserte neue Lehrer/innen Dienstrecht beschlossen.

Für Sozialpädagog/innen bzw. Erzieher/innen wird bis zum Schuljahr 2019/2020 ein eigenständiges Dienstrecht entwickelt. Bestehende und bis August 2019 abgeschlossene Dienstverträge unterliegen dem heutigen Dienstrecht. Hinweis: Bis zu 50 % der Unterrichtsverpflichtung können Lehrer/innen des neuen Dienstrechts auch Erzieher/innen-Tätigkeiten ausüben.

Hier finden Sie unsere kurze Zusammenfassung der wichtigsten Eckpunkte + Änderungen durch die Besoldungsreform + Aktuelle Werte 2017 KurzinfoDienstrechtNEU012017 (pdf, 03.01.2017)

Vergleich Dienstrecht alt und neu 2017 (pdf, 03.01.2017)

Gesetzestext Pädagogischer Dienst NEU (pdf)
Bundesgesetzblatt I, Nr. 211, 27.12.2013

Dienstrecht Pädagogischer Dienst im Parlament
mit Erläuterungen

Mit einer Verordnung des Bildungsministeriums (22.12.2015) wurde festgelegt welche zusätzlichen Tätigkeiten statt der Unterrichtsverpflichtung angesetzt werden können (zB Werkstättenleitung). Verordnung inkl. Erläuterungen zum Nachlesen (quelle: bmbf.gv.at)

Das Dienstrecht ALT/NEU gilt für:

  • Lehrer/innen die ab dem Schuljahr 2019/2020 neu in den Schuldienst eintreten (noch nie vorher einen Vertrag als Bundes- oder Landeslehrer hatten) sind im neuen Dienstrecht.
  • Lehrer/innen die in den Schuljahren 2014/15, 2015/16, 2016/17, 2017/18 oder 2018/19 in den Schuldienst eintreten, wenn sie sich einmalig bei Dienstantritt für alt oder neu entscheiden (und vorher noch nie einen Dienstvertrag als Lehrer/in mit Bund oder Land hatten).
  • Alle Lehrer/innen die vor dem Schuljahr 2014/15 bereits einen Dienstvertrag (egal ob befristet oder unbefristet) mit Bund oder Land hatten müssen im alten Dienstrecht bleiben.

VERBESSERUNGEN im NEUEN Dienstrecht durch das Parlament

  • Aufnahme von polyvalenten Studien (derzeit Wirtschaftspädagogik) als eigenständigen Zugangsweg zum Lehrberuf
  • Ausnahme für Sekundarstufe II mit Schularbeitsfächern (Lehrverpflichtungsgruppen I und II) = Unterrichtsverpflichtung 20 Stunden/Woche (minus 2 Stunden)
  • Einsatz in einem fachfremden Gegenstand maximal ein Semester ohne Zustimmung
  • Einsatz an einem anderen Schulstandort maximal ein Jahr ohne Zustimmung
  • Fächervergütung in der Sekundarstufe II bei Schularbeitsfächern und weniger Unterrichtsverpflichtung
  • Ab 2029 Berufseinstieg nur mehr mit abgeschlossenem Master-Studium (bis dahin auch berufsbegleitend Master innerhalb von 5 Jahren)

Regierung und Parlament sind allerdings in den wesentlichen Eckpunkten „Arbeitszeit und Qualitätssicherung“ der Gewerkschaft deutlich entgegengekommen.

Entschließungsanträge von SPÖ und ÖVP betreffend adäquater Arbeitsplätze für LehrerInnen, Entlastung von Verwaltungsaufgaben sowie den Ausbau der Unterstützungssysteme für LehrerInnen, sowie ein Entschließungsantrag zur inneren Schulreform beschlossen. Auch die Durchführung einer Arbeitszeit-Studie wurde beschlossen.

Diskutieren Sie das neue Dienstrecht gleich hier mit uns

 

37 comments on “Dienstrecht NEU
  1. Hallo!

    Ich bin im neuen Dienstrecht, stehe 24,5 Stunden in der Klasse (plus 2 Stunden, KV und Beratungstätigkeit).
    Sind diese 2,5 Stunden Mehrdienstleistung auch bei den Sonderzahlungen zu berücksichtigen?
    lg Elisabeth

  2. Wie sieht es aus, wenn ich mich als Junglehrer (Volksschule- Ausbildung alt) für das neue Dienstrecht entscheide, kann ich verpflichtet werden, den Master nachzumachen?
    Kann mir das im Dienstrecht alt auch passieren?

    • Liebe Sandra,
      danke für deine Nachricht. Ich bitte dich bezüglich Fragen zur Pflichtschule an unsere Kolleg/innen zu schreiben:
      Sonja Kamleitner – sonja.kamleitner@apsfsg.at

      Sie ist die Expertin und kann diese Frage ganz konkret und aktuell beantworten, da wir ausschließlich für die Vertretung der Kolleg/innen an berufsbildenden Schulen zuständig sind.

      LG Heinrich

  3. Hallo,

    angenommen man befindet sich gerade im Bachelor-LA-Studium und will an einer NMS mit Sondervertrag unterrichten.
    – bin ich dann automatisch im alten Dienstrecht?
    – welches Gehaltsschema gilt für einen Sondervertrag?

    Danke und viele Grüße

    Peter

    • Hallo,

      grundsätzlich beginnst du, wenn nicht alle Anstellungserfordernisse erfüllt sind, im Sondervertrag im alten Dienstrecht. Die Festlegung auf das alte Dienstrecht bleibt auch im weiteren Berufsleben bestehen.

      Für weitere Fragen zur Einstufung und Bezahlung wende dich bitte an meine Kolleg/innen der FSG APS:
      http://www.apsfsg.at/service/beratungen

  4. Lieber Hr. Himmer!
    Ich arbeite seit 12 Jahren im Sozialbereich mit Kindern und Jugendlichen im Wohnverbund. Habe dazu aber keine Hochschulausbildung absolviert (Dipl. Sozialbetreuer). Jetzt stehe ich vor einer Anstellung in einer Volksschule. Kann ich mit anrechenbaren Dienstzeiten rechnen?
    Liebe Grüße, Benjamin

    • Lieber Kollege, danke für Ihre Nachricht. Grundsätzlich prüft die Facheinschlägigkeit der Vordienstzeiten der zuständige Landesschulrat/Stadtschulrat für Wien. Im Bundesgesetzblatt 283 aus dem Jahr 2015 wird in § 4 Abs. 3 Ziffer 4 steht dass “eine berufliche Tätigkeit in der Jugendwohlfahrt mit dem Schwerpunkt Betreuung von Kindern und Jugendlichen.” bis zu 6 Jahre angerechnet werden können. Da wir als FSG BMHS allerdings für die berufsbildenden Schulen zuständig sind, bitte ich Sie für genauere Beratung und konkretere Informationen für die Primarstufe die Ansprechpartner/innen der APS FSG zu kontaktieren: http://www.apsfsg.at/service/beratungen

      LG Heinrich Himmer

  5. Sehr geehrter Herr Hummer!

    Wie würde das Gehalt aussehen, wenn ich dauerhaft statt 22 Stunden 25 oder 30 Stunden zum Unterricht eingeteilt wäre? Wird hier für die Mehrstunden nur die Fächervergütung und die besonderen 1,3% bezahlt auch erhöht sich auch das Grundgehalt (Neues Dienstrecht)

    Mit bestem Dank im Voraus und freundlichen Grüßen

    • Lieber Michael Fürthaller,

      bei Überstunden (Mehrdienstleistungen) erhalten Sie ausgehend von Ihrem Grundgehalt die entsprechenden Überstunden pro Monat als Mehrdienstleistungen ausbezahlt. Zusätzlich erhalten Sie die Fächervergütung. Unterrichten Sie zB 25 Stunden in der Lehrverpflichtungsgruppe I, II oder III erhalten Sie auch die entsprechenden Fächervergütungen dazu. Das Grundgehalt bleibt immer gleich und ist für eine volle Lehrverpflichtung (20-22 h) festgesetzt.

      Herzliche Grüße
      Heinrich Himmer

        • Lieber Kollege,

          die Höhe der Mehrdienstleistungen sind abhängig von der Vertragsart und betragen in % des Grundgehalts …
          1,30 % des Monatsgehalts im Normalfall
          1,20 % des Monatsgehalts, wenn teilbeschäftigt (< 20 WE) - (andere Sonderregelung bei krankheitsbedingter Teilbeschäftigung) 1,92 % der Jahreswochenstunde, wenn II L Vertrag (nur altes Dienstrecht) LG Heinrich Himmer

  6. Hallo 🙂

    Gibt es eine Möglichkeit als AHS-Lehrer nach dem 1. September 2019 noch in das ‘alte Dienstrecht’ einzusteigen (z.B. wenn zuvor bereits eine Lehrverpflichtung bestand oder man beim Bund angestellt war). Für Pflichtschullehrer besteht dies Möglichkeit ja angeblich und bei vielen Student/innen herrscht nun Unklarheit darüber.

    Vielen lieben Dank für die Information.

    MfG

    • Liebe Lisa,
      sobald man vor dem Schuljahr 2014/2015 bereits eine Lehrverpflichtung hatte (egal ob als Landeslehrer/in oder Bundeslehrer/in) oder sich zwischen 2014/15 und 2018/19 für das alte Dienstrecht entscheidet (entscheiden musste), dann ist man auch bei einer neuerlichen Anstellung (auch ab 2019) im ALTEN Dienstrecht. Liebe Grüße, Heinrich

  7. Können Sie mir bzgl. Vordienstzeiten weiterhelfen. Was wird wie angerechnet und gibt es einen Unterschied zwischen altem und neuem Dienstrecht. Wenn man sich wie ich auf dem 2. Bildungsweg befindet (vorher Gastgewerbe (Touristikkaufmann)) und erst mit 31 Jahren in den Beruf einsteigt, startet man dann in einer höheren Stufe? Vielen Dank im Voraus, Stefan

  8. Ich bin mit meinem Lehramt für Sonderpädagogik an einer NMS als “Integrationslehrerin” angestellt. Warum bekomme ich keine Fächervergütung im pd?

    • Liebe Kollegin, ich bitte Sie zu diesem Thema mit der Expertin aus dem Pflichtschulbereich Daniela Eysn, MA Kontakt aufzunehmen:
      Email Adresse: daniela.eysn@apsfsg.at
      Telefonnummer: 0664/186 87 47

      Herzliche Grüße, Heinrich Himmer

  9. Ich hätte da auch eine Frage.

    Zulagen für D-Stunden sind immer pro Stunde, oder?
    Also jede Stunde, die in einem Hauptfach gemacht wird, auch als Teamteacher?
    Was ist mit den D-Stunden für Flüchtlinge, die außerordentl. geführt werden und meistens von der Regelklasse getrennt sind? Gelten hier auch die Zulagen?

    • Liebe Kollegin,
      danke für Ihre Nachricht. Sie beziehen sich auf die Fächervergütung im neuen Dienstrecht?
      Die Fächervergütung wir aufgrund der Lehrfächerverteilung gezahlt – wenn die Stunden darin enthalten sind bekommen Sie die Fächerverützung pro Wochenstunde 12x im Jahr. Bis jetzt gab es keine Sprachfördergruppen/Sprachstartkurse in den BMHS, diese werden erst durch das neue Schulrechtspaket ermöglicht. Wenn Sie von den Übergangsklassen in den BMHS sprechen, dann wird das als Lehrauftrag (selbständig) außerhalb des normalen Dienstvertrags bezahlt. LG Heinrich Himmer

  10. Ich bin im 2. Dienstjahr im pädagogischen Dienst. War wegen einer OP vom 2.3.2016 bis 8.4.2016 im Krankenstand. Kann meine Gehaltsabrechnung nicht “nachvollziehen”. Können Sie mir bitte mitteilen, nach wie vielen Tagen Krankenstand (am Stück bzw. werden alle einzelne Tage im Kalenderjahr oder im Schuljahr addiert?) wird der Gehalt gekürzt, bekommt man dann die Differenz über die BVA erstattet?

    • Der Anspruch auf Weiterzahlung des Monatsentgeltes inkl. Kinderzulage ist abhängig von der Dauer des Dienstverhältnisses.
      Für ein Dienstverhältnis ab 14 Tagen bis 5 Jahre gilt ein Anspruch auf Weiterzahlung für 42 Kalendertage. Da die MDL (Überstunden) nicht weiter bezahlt werden, kommt es zu einem geringeren Monatsbezug (und auch zB Klassenvorstand)

  11. Danke für die immer schnellen und guten Antworten – eine Frage bleibt mir noch:

    Ich erinnere mich, dass es in einem Entwurf zum PD eine Deckelung der Fächervergütungen bei etwa € 550 (?) gab. Existiert diese noch oder werden in BHS nun für 20 Stunden Lehrverpflichtung auch tatsächlich 20 x € 32,40 = € 648 ausbezahlt?

    Und diese werden nur 12mal bezahlt? Sind also nicht sonderzahlungsrelevant?

    • Lieber Kollege,
      es gibt keine Obergrenze bei den Fächervergütungen. Diese hängen von der Lehrfächerverteilung bzw. vom tatsächlichen Unterricht ab (nach 14 Tage durchgehendem Unterrichtsentfall zB Krankenstand) werden diese eingestellt. Die Fächervergütung wird 12 mal im Jahr bezahlt (Juli/August im Durchschnitt der geleisteten Stunden im Schuljahr).

  12. Die sonstigen Tätigkeiten im neuen Dienstrecht umfassen Klassvorstand, allerdings nur als eine der 2h, habe ich das richtig verstanden?

    Die gewöhnlichen Sprechstunden zählen allerdings zu den verbleibenden 36h?

    Wer nicht Klassenvorstand oder dergleichen ist, muss also 2 Sprechstunden pro Woche halten, oder mehr als 22h unterrichten?

    • Lieber Bernhard,

      danke für Ihren Kommentar.
      Grundsätzlich muss ein vollbeschäftigter Lehrer/in 2 Wochenstunden (=72 Stunden) im Schuljahr sonstige Tätigkeiten zusätzlich zum Unterricht erfüllen. Teilzeitbeschäftigte anteilsmäßig (je Wochenstunde 3,273 Stunden/Schuljahr).

      Eine Wochenstunde (36 Stunden/Jahr) kann zB durch die Tätigkeit als Klassen-/Jahrgangsvorstand erbracht werden. Oder/und jeweils 1 Wochenstunde (36h/Jahr) als Mentor/in, Aufgaben im Rahmen des Qualitätsmanagements, Verwaltung einer Lehrmittelsammlung, Fachkoordination, Studienkoordination).

      Wird eine dieser Aufgaben erfüllt sind noch 1 Wochenstunde (36h/Jahr), wird keine dieser Aufgaben erfüllt sind 2 Wochenstunden (72h/Jahr) durch qualifizierte Beratungstätigkeit (dokumentiert) zu erbringen. Das können Kurse zur Begabungsförderung oder richtigem Lernen sein oder Individuelle Lernbegleitung (Oberstufe neu) oder vertiefende Eltern-Lehrer/innen-Schüler/innen-Beratung.

      Die gewöhnlichen Sprechstunden zählen NICHT.

      Bei weiteren Fragen melden Sie sich jederzeit.
      Herzliche Grüße, Heinrich Himmer

        • Sprechstunden sind in der Vor- und Nachbreitung enthalten (werden nicht extra ausgewiesen). Die vertiefende Beratung (Eltern-Lehrer/innen-Schüler/innen) Gespräche sind ein Möglichkeit die (bei Vollzeit) verlangten 72 zu leistenden Stunden im Schuljahr zu erbringen. Hier geht es vor allem um pädagogische bzw. erzieherische Unterstützung.

          • Gibt es schon Erfahrung, wie das in der Realität gehandhabt wird?

            Wie muss man diese Stunden nachweisen, oder wird dann einfach folgendes angegeben?

            Sprechstunde: Do, 3.EH
            vertiefende Beratung: Mo, 2.EH und Mi 6.EH

            Und was wenn die Stunden nicht genutzt werden? Reicht das Angebot alleine?

          • Im Rahmen der qualifizierten Beratungstätigkeit 72 Stunden pro Schuljahr zu erbringen. Die Beratungsstunden sind in der Lehrfächerverteilung auszuweisen und die entsprechenden Angebote in geeigneter Weise bekannt zu machen. Sie dienen insbesondere der Beratung von SchülerInnen (etwa im Hinblick auf Lernprobleme und die Entwicklung von Begabungen), der Lernbegleitung (etwa im Sinne der § 55c und § 78c SchUG), der vertiefenden Beratung der Eltern (außerhalb der regelmäßigen Sprechstunden und der Sprechtage) oder der Koordination der Beratung zwischen Lehrkräften und Erziehungsberechtigten gemäß § 62 SchUG. Die Beratungsstunden sind je nach Anordnung in regelmäßiger oder geblockter Form zu erbringen.

            Es gibt in Schulen unterschiedlich verwirklichte Konzepte was die Beratungsstunden betrifft.

  13. Ist es angedacht, dass irgendwann einmal eine Optierungsmöglichkeit für bereits im Dienst stehende Lehrerinnen bzw. Lehrer geben wird?

    Danke für Ihre Antworten.

    • Lieber Kollege,
      derzeit beabsichtigt der Dienstgeber (Bund/Land) keine Änderungen bei der Wahlmöglichkeit zwischen altem und neuem Dienstrecht. Das bedeutet dass bereits im Dienst befindliche Kolleg/innen voraussichtlich in nächster Zeit keine Auswahl treffen dürfen.
      LG Heinrich Himmer

  14. Wie sieht es denn bei Junglehrern mit einer halben Lehrverpflichtung im neuen Dienstrecht aus. Müssen da auch die “Sonderaufgaben” geleistet werden? Oder benötigt man mehr Stunden um 50% zu erfüllen? Was ist mit Quereinsteigern? Ich habe ein Magisterstudium absolviert, ohne Lehramt und fange jetzt als BE- und Werk-Lehrerin in einer AHS an, kann ich das deswegen gekündigt werden?

    MfG Judith

    • Liebe Kollegin,
      danke für Ihr Posting.
      Als teilbeschäftigte Lehrerin im neuen Dienstrecht sind auch Sie zu Sonderaufgaben verpflichtet. Dabei sind für jede Wochenstunde der Unterrichtsverpflichtung 3,273 Stunden an Beratungstätigkeit im Verlauf des Unterrichtsjahres zu erbringen. Wenn Sie mit mehr als 50 % beschäftigt sind, dann dürfen Sie auch Aufgaben als Klassenvorstand (36 Stunden/Jahr) oder Mentor (36 Stunden/Jahr) übernehmen.
      Solange Sie nicht die vollständigen Voraussetzungen für das entsprechende Lehramt der Allgemeinbildung mitbringen sind Sie in der Ausbildungsphase und müssen die fehlenden (zB pädagogischen) Teile innerhalb von 5 Jahren nachbringen. Können Sie entsprechendes Bemühen des Nachholens nach 5 Jahren nicht in ausreichendem Maß darstellen, wäre das ein Kündigungsgrund.
      Bei weiteren Fragen melden Sie sich jederzeit unter heinrich.himmer@fsgbmhs.eu

  15. Wie ist die Regelung für FachlehrerInnen? Also LehrerInnen, die z.B. neu anfangen, also ins neue Dienstrecht kommen würden, aber keine Ausbildung als LehrerIn haben, sondern als FachlehrerIn/PraxislehrerIn eingestellt werden? Z.B. langjährigeR, erfahreneR Kindergartenpädagogin/e wird in der BAKIP als FachlehrerIn eingestellt.

    Wenn sie/er vor 2014 eingestiegen wäre, wäre sie/er automatisch ins alte Dienstrecht gekommen. Dann müsste sie/er jetzt, wenn sie/er ab 2014 in den Schuldienst eintritt, automatisch in das neue Dienstrecht kommen. Gehe ich recht mit dieser Annahme?

    MfG
    Luna

    • Eine automatische Aufnahme im neuen Dienstrecht gibt es erst ab dem Schuljahr 2019/2020. Bis zu diesem Schuljahr besteht für Fachpraktiker/innen die Möglichkeit das neue Dienstrecht zu wählen, wenn sie über die vorgeschriebene einschlägige Berufspraxis verfügen (Didaktik/Pädagogik an BAKIP/BASOP 2 Jahre, sonst für Fachpraxis 3 Jahre) und sich verpflichten, die Ausbildung zum Bachelor im Ausmaß von 240 ECTS innerhalb von 5 Jahren (berufsbegleitend) zu absolvieren.

      Bei Fragen melden Sie sich jederzeit bei mir 0676 531 32 42

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